Franziskaner: „Glaube lässt glücklich sein“

Rund 1000 Menschen beim „Pfingstival 2019“ in Bardel

17. Juni 2019

Siegfried Fietz auf der Bühne - Foto Schulze-Berndt


Von Hermann Schulze-Berndt

BARDEL. Rund 1000 Menschen kamen am Montag zum „Pfingstival 2019“ ins Kloster Bardel. Gastgeberin war die dortige Franziskanergemeinschaft. Pater Wilhelm Ruhe OFM betonte die Möglichkeit, mit Hilfe des christlichen Glaubens glücklich zu werden.

Kritisch äußerte sich der Geistliche zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Es dürfe allerdings niemand von vornherein „unter Generalverdacht“ gestellt werden. Zudem könne man das Versagen einzelner Leute nicht der gesamten Kirche anlasten. Schließlich gehe es darum, Gott anzubeten und nicht „das Bodenpersonal“.

Zur musikalischen Gestaltung des Eröffnungsgottesdienstes trug die Gruppe „JOTOPATA“ aus Vreden bei.. Die Formation brachte zahlreiche geistliche Lieder zu Gehör, zum Beispiel „Da berühren sich Himmel und Erde“ . und „Eingeladen zum Fest des Glaubens“.

Der Gospelchor SING WITH SPIRIT – Foto Schulze-Berndt

Viel Temperament und Schwung bewies der Soul- und Gospel-Chor „Sing with Spirit“ aus Borne (Niederlande). Die Leitung hatte Elise Hesselink. Begleitet von einer fünfköpfigen Band, trugen die 20 Sängerinnen und Sänger in der Klosterkirche zahlreiche Gospel-Songs vor, darunter „Amen“, „Go like Elijah“ und „Oh happy day“.

Die Sänger Siegfried und Oliver Fietz aus Greifenstein sorgten mit ihren musikalischen Beiträgen für Stimmung und Bewegung in der Klosteraula. Sie präsentierten ein neues Lied zum Motto der Veranstaltung: „Lass dich überraschen!“ . Vater und Sohn Fietz ließen es sich nicht nehmen, Stücke von ihren aktuellen CD’s „Immer noch“ (Oliver) und „Welch ein Leben“ (Siegfried) vorzustellen.

„Zauberpater“ Hermann Bickel von den Steyler Missionaren aus Sankt Wendel absolvierte seine Abschiedsvorstellung in Bardel. Mit reichlich „Zaubersalz“ ließ der fromme Illusionist Tücher, Flaschen und Ringe verschwinden, hantierte mit Spielkarten und trickste mit Schnüren herum. Flotte Sprüche und witzige Nebenbemerkungen taten ein übriges, um den Zuschauern Vergnügen zu bereiten.

Rollenspiele brachten die Besucher des „Pfingstivals“ zum Nachdenken. Der Liturgiekreis des Klosters Bardel führte sie auf. Das Brasilien-Museum und die Ausstellung „90 Jahre Kloster Bardel“ hielten ihre Pforten geöffnet. Mädchen aus dem Tanzsportclub Gemen gaben Kostproben ihres Könnens zum Besten. Der brasilianische Künstler Marcos Xenofonte malte während des „Pfingstivals“ ein Bild und zeigte eine Auswahl seiner Werke. .Außerdem trug er zusammen mit der Sängerin Evania zwei Lieder aus seiner Heimat vor.

Verblüffung rief der Kraftathlet Georges Christen hervor. Mit Hilfe seiner Muskeln verbog er Nägel, zerriss Telefonbücher, rollte eine Bratpfanne auf und brachte eine Wärmflasche zum Platzen. Pater Wilhelm pries den Luxemburger als „stärksten Mann der Welt“.