Wallfahrtssong feiert Premiere beim NGL-Total-Wochenende

Diözesanjugendpfarrer: Musica e Vita Jungbrunnen für NGL

„Ich bin wirklich gespannt, wie mein Lied zur Ministrantenwallfahrt von einem großen Chor gesungen klingt!“ So eröffnete Johannes Matthias Roth, Hauptreferent des NGL-Total-Wochenendes 2013, sein Konzert am Freitagabend. Am ersten Wochenende nach Schulanfang standen im Kloster Ensdorf jede Menge frische Neue Geistliche Lieder aus der Feder Roths im Mittelpunkt. Rund 50 Teilnehmer aus ganz Süddeutschland waren der Einladung von Kloster und Verein Musica e Vita zu dem traditionellen Workshopwochenende in die Oberpfalz gefolgt.

Johannes Matthias Roth

Johannes Matthias Roth setzte als evangelischer Pfarrer beim katholisch geprägten NGL Total ökumenische Akzente. Von der evangelischen Landeskirche zum Teil freigestellt für seine musikalische Arbeit, denkt Roth über konfessionelle Grenzen hinweg. Zusammen mit Benediktinerpater Anselm Grün bietet er regelmäßig meditative Abendkonzerte an. Er engagiert sich auch bei der Bundesfachtagung NGL, einer jährlichen Konferenz, die NGL-Schaffende und –Verantwortliche der katholischen Kirche aus ganz Deutschland zusammenführt. Jüngster Ökumene-Coup Roths war seine Bewerbung um das offizielle Lied zur großen Ministrantenwallfahrt nach Rom Anfang August 2014. Mit seinem Song „Ich bin frei“ gewann der evangelische Pfarrer diesen Sommer die Ausschreibung. So werden zehntausende Ministranten aus allen deutschen Diözesen seinen Song nächsten Sommer singen.

„Ich bin frei“ hat das Zeug zur Wallfahrts-Hymne. Das konnte Roth beim NGL-Total-Wochenende ausgiebig ausprobieren. Hier stellet er sein neues Lied zum ersten Mal einer größeren Gruppe vor – neben vielen anderen seiner aktuellen Songs. Dabei war ihm wichtig, den Teilnehmern den Mitmachgedanken seiner Musik nahe zu bringen. Im großen Chorworkshop den Samstag über fand er die richtige Mischung aus intensiver Arbeit an mehrstimmigen Sätzen, viele aus der Feder Jochen Wiedemanns, und dem intuitiven Singen einfacher, für Kinder und Gemeinde geeigneter Songs ohne Noten. Eine weitere Premiere war für Roth wie die Teilnehmer der vierstimmige Satz zum LIed „Mensch, wo bis Du“, den Musica-e-Vita-Gründer Jürgen Zach geschrieben hatte und im Workshop selbst vorstellte.
Begleitet haben den Hauptworkshop Angebote zur Stimmbildung bei Monika Schmitz, Angelika Achter und Uschi Steppert. Die jeweils halbstündigen Privateinheiten waren restlos ausgebucht. MeV-Vorstandsmitglied Steffi Rademacher zeigte Interessierten Grundzüge des Dirigierens. Hinweise zum Spielen von Soloinstrumenten gab es bei Johannes Doleschal und Tipps an der Gitarre von Uli Weber. Mike Schmidt und Christian Omonsky wechselten sich in der rhythmischen Begleitung des Hauptworkshops und dem Angebot von Rhythmus-Workshops für die Teilnehmer ab. Mikes Bruder Daniel stand als kompetenter Ansprechpartner für alle Piano- und Keyboardspieler zur Verfügung.

Jugendpfarrer Thomas Helm (rechts) mit MeV-Vorsitzendem Klaus M. Brantl (links) und Pater Christian Liebenstein

Das Wochenende schloss am Sonntagvormittag mit einem Gottesdienst, zelebriert von Diözesanjugendpfarrer Thomas Helm und dem Direktor des Klosters Ensdorf, Salesianerpater Christian Liebenstein. Dabei dankte Helm den Mitgliedern von Musica e Vita für ihr Engagement rund um das Neue Geistliche Lied. Er betonte, dass der Verein die einzige Einrichtung in der Diözese Regensburg sei, die sich im Zusammenschluss von Komponisten und Textern mit Aktiven in den Gemeinden wirklich um eine Erneuerung des Liedmaterials kümmere. Allzu oft treffe er in Pfarreien auf 30 oder 40 Jahre alte Lieder, die dem Anspruch tatsächlich neuer Kirchenmusik nicht gerecht würden.