Musikalische Schatzsucher in Weikersheim

Aus dem Vereinsleben

„Es war schön, mit den Liedern von Kathi Stimmer-Salzeder zu arbeiten. Wenn wir uns inzwischen ein neues Lied von ihr vornehmen, kommt sie uns schon vor wie eine alte Bekannte …“
Von Regina Heinkel und Agnes Eisele

Musikalische Schatzsucher in Weikersheim
Singspiel „Maria von Magdala“ begeistert aufgenommen

Weikersheim: Das Singspiel-Projekt „Maria von Magdala“, das der Frauenchor „Te Deum“ unter der Leitung von Stefanie Leimeister initiiert hatte, fand am ersten Oktoberwochenende in der katholischen Kirche seinen krönenden Abschluss. Das zahlreich erschienene Publikum zeigte sich von der Aufführung begeistert.

Sechs Monate hatten der um einige Männer- und Frauenstimmen angewachsene Projektchor unter der Leitung von Stefanie Leimeister und Regina Heinkels Instrumental-Ensemble an der Umsetzung des Werkes von Kathi Stimmer-Salzeder gearbeitet. Dabei wurde aus dem Gesamtwerk „Schatzsucher“ besonders der Teil über Maria von Magdala herausgegriffen und choreographisch interpretiert.

So galt es für die Sängerinnen und Sänger des Chores neben ihrem vokalen Part Tänze einzustudieren und sich im szenischen Spiel zu üben. In vielerlei Rollen war der Chor zu sehen: Aus dem Freundeskreis, mit dem Maria von Magdala das bunte Leben in vollen Zügen genießt, entwickelt sich eine neugierig zusammenströmende Volksmenge, die sich viel über Jesus zu erzählen hat.

Wie eine aggressive Meute reagiert die Menge im weiteren Verlauf auf den Entschluss der Sünderin Maria von Magdala, Jesus zu begegnen und ihr Leben grundlegend zu ändern. Dieser dramaturgische Spannungsbogen spiegelte sich in der Chormusik wieder: nach einem leichten, beschwingten Backgroundchor steigerten sich mehrere solistische Strophen zu einem mehrstimmigen kraftvollen Chorsatz. Sowohl musikalisch als auch darstellerisch meisterte der Chor seine vielfältigen Aufgaben überzeugend.

Das spielfreudige Instrumental-Ensemble rundete den Chorgesang harmonisch ab, entführte den Zuhörer durch seine Besetzung mit Sopransaxophon, Klarinette, Flöten und Trommeln in die Welt des Orients und vermochte durch Cello, Gitarre und Piano die Solisten der beiden Hauptrollen stimmungsvoll zu begleiten.

Die Titelrolle der Maria von Magdala wurde von dem Gründungsmitglied des Frauenchores Te Deum, Geraldine Groll, mit großer Intensität und emotionaler Wärme ausgefüllt. Für die Rolle des Jesus konnte Patrick Ball gewonnen werden, der sich als Tenor im fränkischen Raum bereits einen Namen gemacht hat.

Wunschlos glücklich zeigten sich alle Beteiligten am Ende der Aufführung angesichts des lang anhaltenden Applauses und der stehenden Ovationen des Publikums.

Erscheinungsinformationen

Erschienen im MeV-Magazin 1/2008 auf Seite 14.

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