Der Funke springt über

Die Liederraffinierien mit Entzücklika in der Wies

Musica e vita schaut auf eine reiche Tradition großer Wochenend-Seminare in Ensdorf, Benediktbeuern, Wies und Mellatz u. v. a.
Barbara Schober aus Mittenwald gewährt einen Einblick hinter die Kulissen.

Die Workshops mit Entzücklika – anfangs in Mellatz und nun in der Wies – gehören mittlerweile fest zu meinem Jahresprogramm.
Und es spielt sich bei mir jedes Mal das gleiche ab:

Die Vorfreude wächst bis ich endlich im Auto sitze und die Landvolkshochschule ansteuere. Schon beim Warten auf’s Abendessen entdecke ich so manches bekannte Gesicht und man freut sich dass die anderen auch wieder dabei sind. Wenn wir dann zum ersten Mal im Saal sitzen und Alexander in die Tasten greift, ist es mit einem Schlag wieder da: Das Wissen, dass ich ein ganzes Wochenende zum Auftanken vor mir habe.

NICHT NUR LIEDER TANKEN, sondern diesen lebendigen Glauben spüren. Plötzlich wird mir bewusst, was ich die letzten Monate so vermisst habe. Lebendige Kirche mit Gleichgesinnten, die ihre Spiritualität am liebsten über die Musik zum Ausdruck bringen – und das 24 Stunden am Tag! Der Funke springt in Sekundenschnelle über.

Natürlich steht und fällt so ein Wochenende nicht nur mit den willigen Teilnehmern, sondern vor allem mit den Referenten. Da hat man mit Entzücklika ein ideales Team. Simone als Chorleiterin schafft es schon mit einigen Blicken den bunt gemischten Haufen, quer durch alle Altersklassen in den Griff zu bekommen. Mit ihrem Charme schafft sie es sogar so manche Kritik als Lob zu verpacken. Wenn Alexander erzählt wie seine Lieder entstanden sind und was ihn beim Schreiben bewegt hat, singt man sie einfach ganz anders und ist mit dem Herzen bei der Sache. Bernhard ist sich als Profi nicht zu schade die Proben im allgemeinen Chor mitzumachen und hat nebenher die Organisation fest im Griff.

Für die Arbeit zu Hause in der Pfarrei sind die vielen Tipps unwahrscheinlich wertvoll. Und wenn dann noch Maria’s Lachen durch den Speisesaal schallt ist die Stimmung perfekt und was sie leistet, ist an den geheimnisvoll lächelnden Gesichtern abzulesen, die still und zufrieden von der Einzelstimmbildung zurückkommen.

AM SONNTAG GESTALTEN WIR dann alle zusammen den Gottesdienst. Das ist der krönende Abschluss. Bei den Proben vorher bekommt Liturgie durch Alexanders Regieanweisungen oft eine neue Dimension und sollten im Aufbaustress die Entzücklikaner auch mal eine Meinungsverschiedenheit haben ist das dermaßen menschlich, dass man die vier am liebsten mit nach Hause nehmen möchte … Stolz sind wir dann schon auf unser Ergebnis und die gemeinsame Freude am Singen und Spielen zur Ehre Gottes treibt unsere Stimmung nach oben. Nach dem Gottesdienst wird mir dann schlagartig bewusst, dass das schöne Wochenende leider schon wieder vorbei ist.
Aber meine Tanks sind so voll, dass es für viele Monate Alltag reicht, jedoch nur mit dem Wissen, dass ich mich morgen schon das Mail mit der Anmeldung für nächstes Jahr wegschicken kann …

Der nächste Wiesworkshop

Auch 2006 gibt es ihn wieder: den Workshop „Liederraffinerie Wies“ mit dem Ensemble Entzücklika vom 23. – 25.06.2006
70 Plätze sind wieder reserviert, um Lieder verschiedener Autoren und zu unterschiedlichen gottesdienstlichen Anlässen kennen zu lernen und unter Simone Jakobs Leitung wieder viel Chor-Erfahrung zu sammeln.
Zu den Highlights gehören die Abendgesänge und der Abschlussgottesdienst in der Wieskirche.

Bitte rechtzeitig anmelden.
Infos und Anmeldeformular gibt es unter Infos und Anmeldeformular gibt es unter
www.lvhswies.de/06035.pdf

Erscheinungsinformationen

Erschienen im MeV-Magazin 01/2006 auf Seite 8.

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