NGL-Tagungun Plön 9. - 11.3.2001

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen.... Stell dir mal vor:

Du setzt dich in einen Zug, fährst 7 Stunden lang durch Deutschland, kommst in einer wunderschönen Gegend an (gute Luft, Seeblick, angenehme Unterkunft) und du bekommst davon nichts mit - dann befindest du dich auf der jährlich wiederkehrenden NGL-Tagung, die von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge in Düsseldorf veranstaltet wird.

Um den Flair dieser Tagung etwas näher zu kommen, einige Inhalte: Tagung beginnt immer mit einer Vorstellungsrunde; in diesem Jahr hatte jeder genau 90 Sekunden Zeit, das wichtigste zu sich und seiner Arbeit zu sagen. Eine genau richtige Vorgabe, um den „Dauerlaberern' auf solchen Tagungen das Wort schon frühzeitig aus dem Mund zu nehmen.

Aber es kam ganz anders: Mit sehr viel Kreativität (musikalisch!) bekamen wir einen Einblick in die Persönlichkeiten und Arbeiten der verschiedenen TeilnehmerInnen. Nach organisatorischen Hinweisen ging es dann zum Büffet, auf dem regionale Köstlichkeiten angeboten wurden. Wohl angedroht gab es aber keinen Labskaus, das nach gewissen Nachfragen am besten mit „Wochenschau' zu übersetzen ist. Es muss sich dabei um irgendetwas Zusammengekochtes mit roter Beete handeln.
Für bayerische Ohren ging es dann ziemlich unverständlich zu, Der Versuch plattdeutsche Kultur an meine bayerischen Ohren ranzubringen, war für mich sehr amüsant, schlug aber leider fehl. Über einen Gag zu lachen, den man nicht versteht, ist leider etwas schwierig.

Der Samstag stand unter dem Studienthema „Liturgie und NGL' mit zwei Statements und anschließender lebendiger Diskussion.
Und zwischendurch ein großer Büchertisch mit vielen neuen (und alten) Noten und Materialien, und Quittungsblocks, auf denen der wirtschaftliche Teil dieser Tagung Ausdruck fand.

Am Sonntag dann der Konferenzteil mit dem wichtigen Ergebnis: Die nächste NGL-Tagung vom 22.-24.02.2002 findet in Augsburg statt unter dem Thema „Liedtexte' (das wird sicher noch anders ausformuliert).
Und diese Tagung ist es wert, dafür insgesamt 15 Stunden den Service der Deutschen Bahn zu genießen? Die Antwort ist ein deutliches Ja!

Gerade in diesem Jahr erlebte ich die Tagung als sehr effektiv, bereichernd und interessant! Außerdem freut es mich, dass diese Tagung im nächsten Jahr wieder im Bereich von Musica e Vita stattfindet. Dann wird die Reise wohl nicht mehr so lange dauern.


Autor und Erscheinungsinformationen

Alfons Leierseder
Erschienen im MeV-Magazin 2/2001 auf Seite 14.

Sofern nicht anders vermerkt: © Musica e Vita e.V.
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