Magazinarchiv: 2001

Das andere Adventssingen 2001


In Amberg, Oberviechtach, Oberdolling, Regensburg: andere Adventssingen.
Deutsch-tschechischer Advent in Waidhaus. Adventssingen in Wirbenz, Adventskonzert in Monheim.

Über alle können wir nicht berichten. Hier also ein paar Eindrücke aus den Orten, aus denen wir auch Berichte haben:

Amberg.
Die Kombination der Veranstalter Pfarrei St. Michael, Kath. Jugendstelle und MeV hat wieder einmal geklappt. Mittlerweile ist es schon eine Tradition, die über 300 Zuhörer in die gut geheizte Amberger Kirche lockte – mit einer hervorragenden Mischung von Musik und Text.
Pfarrer Andreas Hanke aus Königstein: kurze, prägnante Worte, dazu Musik vom Keyboard: rhythmisch und doch monoton. Im Stil von Kraftwerk setzte er sicher Zeichen des „anderen‘ Advents. Daniela und Bettina Griener aus Neusorg brillierten als Musiker- und Gesangsduo: vielversprechend. SacroCant – ein Zusammenschluß der ehemaligen Gruppen Sacroton und Canta überzeugten sowohl durch interessante Instrumentalarrangements, als auch durch harmonisch aufeinander abgestimmten Gesang.
Und mit Vertical fand sich auch noch eine Gruppe aus der eigenen Pfarrei, die sich am Adventssingen beteiligte. Gesammelt wurde für die Afghanistanhilfe von Caritas International fast 1200 DM.

In Regensburg kam der Zuschauer beim genaueren Hinsehen auf 93 Beteiligte im Altarraum. St. Bonifaz ist durch die Gastfreundschaft und die glänzenden Voraussetzungen in der Pfarrei wieder zu einer Heimat geworden für die „anderen Adventssingen‘.
Es hat alles geklappt, nicht einmal der kleinste Brummer in der Beschallung war zu hören. Die Bandbreite war trotz vieler Chöre relativ groß.
Nehmen wir Cantemus, den Chor der Musikschule Regensburg. Junge Leute mit Riesen-Stimmen und eindrucksvoller Perfektion. Daneben Gaudete, ein jung gebliebenes Ensemble der Pfarrei (Chor, Klavier, Flöten) mit nicht gerade leichten Stücken zur Adventszeit. Impuls, nach eigener Beschreibung: der etwas andere Chor der Pfarrei St. Konrad mit einer großen Altersspanne, eigener CD und u.a. gesampelter Keyboardband.
Die Kirchenmäuse aus Hemau, ma1 gospelig, mal klassisch, mit eigener Band und nicht mehr so jung, wie es der Name vermuten lässt. Hinzu kam noch Claus Chrt mit seiner Gitarre und zu Beginn DJ Supreme an den Plattentellern. Eine spannende Mischung von Musik, zu der Claudia Zerkaulen und Christian Omonsky von MeV die richtigen Worte fanden.

Der Dank war Applaus und fast 2000 DM für ein christlich-islamisches Kooperationsprojekt in Burkina Faso. Genau das Richtige in dieser doch so zerrissenen globalen Welt.

Und in den anderen Orten? Wahrscheinlich so ähnlich, aber leider ohne Bericht an das MeV-Magazin…!