Churchmail- Nepomuk - Orpheus

Foto In der vorletzten Ausgabe des MeV-Magazins haben wir über unsere Homepage im Internet berichtet. Dass die nicht das einzige ist, was es in der Szene im Netz gibt, ist klar. Deshalb heute ein weiteres Angebot aus dem www in Sachen NGL...

Dem Surfer begegnen unter http://www.evlka.de/extern/nepomuk ein paar interessante Seiten. Mit NEPOMUK ist nicht etwa der Brückenheilige gemeint, sondern hinter NEPO-MUK versteckt sich das „Netzwerk für Popularmusik in der Kirche'.
Das Netzwerk läuft seit November 1994 als Projekt der Ar-beitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik (AGK) der ev.-luth. Landeskirche Hannovers und mehreren Mailboxen.
NEPOMUK wird im Verbund mit CHURCHMAIL in vielen Mailboxen bundesweit angeboten und ist für all diejenigen gedacht, die an christlicher Popularmusik interessiert sind. Eine Festlegung wird damit nicht getroffen: christliche Musik reicht vom Orgelkonzert über Kirchentagslieder, Jazz, Gospel und Chor bis zu Pop und Rock und White Metal.
NEPOMUK ist offen und bietet eine große Auswahl verschiedener Diskussionsbretter, Informationen, Terminkalender, Material und auch eine Datenbank.

Was will NEPOMUK?

NEPOMUK versucht eine „Vernetzung von unten', also Kommunikation für alle Musik- interessierten der Landeskirchen ohne den Umweg über kirchenleitende Organe.
Unter der Headline „Markt' kann z.B. jeder seine selbstgeschriebenen Lieder oder Texte etc. allen anderen zur Verfügung stellen und somit publizieren. Es gibt eine „Tauschbörse' und ein Frage & Antwort-Forum.
Per Mailbox werden Informationen (Termine, z.B. der AGK, Tipps usw.) versandt, so ist jeder nicht nur Konsument, sondern auch Produzent.

Inhalte

Das Archiv
Im Archiv werden interessante Texte (Materialien, Referate, Essays, Grafiken, Zeitungsartikel, Arbeiten etc.) archiviert und können jederzeit abgerufen werden. Zusätzlich liegt hier auch diverse Software (derzeit ausschließlich für PC) sowie eine Auswahl von MIDI-Files.
Außerdem können Texter ihre Werke veröffentlichen, so dass beispielsweise Komponisten diese Texte aus dem Netz-werk herausholen und vertonen können, um sie als fertige Lieder wiederum zur Verfügung zu stellen.
Gleichzeitig stellt das Archiv eine Möglichkeit dar, Lieder ohne das Einschalten eines Verlages einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Datenbank ORPHEUS

In ORPHEUS sind die Daten von über 2100 christlichen Liedern aus dem Themengebiet „Neues geistliches Lied' gespeichert. Das sind in diesem Fall Informationen wie Titel, Texter, Komponist, Text- und Musikverlag, Erscheinungsjahr und das Buch, in dem dieses Lied abgedruckt ist. Die Noten und der gesamte Text sind NICHT gespeichert, zum einen aus Platz- und zum anderen aus urheberrechtlichen Gründen.
ORPHEUS ist sozusagen ein Inhaltsverzeichnis neuer christlicher Lieder. Es wurde entwickelt, um häufige Fragen wie „Wo finde ich dieses und jenes Lied?', „In welchem Verlag hat Herr X eigentlich seine Texte verlegt?' oder „Gibt es eigentlich Lieder zum Thema Y von vor 1970?' einfach und schnell zu klären.
Sämtliche Datensätze wurden den verschiedenen Liederbüchern der einzelnen Landeskirchen entnommen und von Jens-Erik Paul im Rahmen seiner Diplomarbeit eingegeben und für ORPHEUS zur Verfügung gestellt.
In Arbeit ist derzeit die Erweiterung „White Metal'. Hier sind Informationen über die White Metal-Szene gespeichert. CDs (Name, Titel, Bandinfos) sind hier abrufbar.
ORPHEUS ist eine sog. offline-Datenbank und arbeitet vollkommen automatisch. Jeder Benutzer, der eine Auskunft einholen will, schreibt ei-ne Mail an die Datenbank, welche diese selbst auswertet und bearbeitet. Die gefundenen Ergebnisse werden wieder per Mail an den absendenden Benutzer zurückgeschickt. In Zukunft wird das auch hier im WWW möglich sein.

Die Datenbank selbst wurde von Ulrich Hacke programmiert. Die zugrunde liegenden Vorüberlegungen und Planun-gen stammen von Erik Petersen, Jens-Erik Paul und Ulrich Hacke.
Näheres über das Handling von ORPHEUS und über techni-sche Dinge suchen sich die Freaks im www.

Erscheinungsinformationen

Erschienen im MeV-Magazin 4/1997 auf Seite 8.

Sofern nicht anders vermerkt: © Musica e Vita e.V.
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