Chor für Uraufführung gesucht (schwarzes Brett)

antwortenvon Wolfgang Wallner-F. am Dienstag 04.10.2005 20:55

Wolfgang Wallner-F.
Schriftsteller
Schloss Schönbrunn 33
A-1130 Wien
Österreich
www.wolfgangwallnerf.com
mailto:kontakt@wolfgangwallnerf.com


Interessentensuche zur Uraufführung einer Liedkantate



Sehr geehrte Chorleitung,

erlauben Sie mir vorerst, dass ich mich vorstelle. Ich bin Schriftsteller aus Wien mit diversen Veröffentlichungen (unter anderem auch Bücher) und habe als Librettist mit der Komponistin und Pianistin Dorrit Maria Hanke (für nähere Informationen zu der Komponistin bitte Namen anklicken) auch einige Musikstücke verfasst. Aufgeführt wurde bisher eine Weihnachtsmesse und diverse einzelne Chorstücke (auch im Wiener Konzerthaus und diversen Chören, z.B. vom Amadeus Knabenchor, den ehemaligen Mozartsängerknaben).


Nun sind wir auf der Suche nach ernsthaften Interessenten für die
Uraufführung
der Liedkantate „Der Doppelgänger“


Der Doppelgänger
© Dorrit Maria Hanke/Wolfgang Wallner-F.
Stationen der Trauer
(Kantate in neun Liedern)
gewidmet Franz Schubert

Zum Werk

• Titel: Unaufgelöstes Symbol der Romantik, psychologisch wahrscheinlich Teil einer noch nicht integrierten Persönlichkeit

• Besetzung: Doppelchor (2 mal SATB) oder aufgeteilter vierstimmiger Chor, eine Flöte, eine Violine und Klavier

• Komponistin: Dorrit Maria Hanke,

• Textautor: Wolfgang Wallner-F.

• Dauer: Die Aufführung des gesamten Werkes dauert 34 Minuten reine Spielzeit.

• Das Werk: Es wurde versucht, einfache, volksliedähnliche Melodien anspruchsvoll auszuführen. Die Klangmöglichkeit eines Doppelchores sollte so weit möglich ausgeschöpft werden. Die Instrumente sind oft solistisch, teilweise auch chorunterstützend eingesetzt.

Die Aufführung ist auch mit aufgeteiltem vierstimmigem Chor möglich, da durch die wenigen Instrumente ohnehin eine transparente Wirkung erzielt werden soll.

Alle Liedtexte wurden bewusst „geschlechtsneutral“ verfertigt, um allen Menschen die Möglichkeit der Identifizierung zu geben.

Der gesamte Text soll nicht nur der Trauer um den Verstorbenen und dessen (deren) Andenken gerecht werden, sondern bietet vor allem in Anspielung auf christliche Überlieferungen, aber auch auf tiefverwurzelte, volkstümliche Mythen Möglichkeiten, durch den Weg der Trauer zu reifen.

Zu den einzelnen Lieder:
Es wurde im ersten Lied (Tor des Todes) Motive aus „Die Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri (1265 – 1321), „Cherubinischer Wandersmann“ von Angelus Silesius (Johannes Scheffler, 1624 – 1677) und Novalis („Der Neuland bestellende“, 1772 – 1801) verwendet, die aber natürlich adaptiert, neu gefasst und ergänzt wurden. Im Lied 6, „Gebet“, wurde das „Vater unser“, im Lied 7, „Der Wille“, wurde neben deren Melodie auch der Text des Liedes „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (Michael Franck, 1652) eingearbeitet. Alle weiteren Texte wurden ohne textliche Entlehnungen verfertigt.

Die „Reise“ des hinterbliebenen Menschen beginnt durch das Tor des Todes (er lässt sich auf die Trauer ein), wo er durch hochgeistige und inhaltsschwere, aber manchmal zu Gemeinplätzen gewordene Sinnsprüche vorerst versucht, die Trauer zu verdrängen, auch taucht die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Todes auf.

Im zweiten Lied (Tag der Erinnerung, Tag des Zornes, Tag der Tränen, so genannt in Anlehnung an „Dies Irae“) ändert sich das Verhalten von der Erinnerung, zum Zorn über den Tod, zum Flehen zu Gott, zum Annehmen des Schmerzes, bis die „letzte Träne“ vergossen ist (inhaltliche Anlehnung an „Winterreise“ von Franz Schubert).

Im dritten Lied (Totentanz) gibt sich der Trauernde der sinnlichen Begegnung mit dem Tod hin, worauf er im vierten Lied (Namenlos) die aussichtslose Ewigkeit als Schicksal durchwandern muss.

Im fünften Lied (Genesis) erfolgt eine bisher unerwartete Wandlung: Gott scheidet Abend und Morgen, der erste Tag der Schöpfung ist angebrochen. Der bisher hoffnungslose (und unbewusste) Mensch kann auf den Erfahrungen seines bisherigen Lebens und seiner „Trauerarbeit“ aufbauend ein „neues Leben“ beginnen. Dafür dankt er Gott, stellt aber auch fest, dass auch Bande der (angeblichen) Liebe und Vorsorge Fesseln darstellen. Um ein gottgewolltes Abbild Gottes zu sein, bedarf es des freien, ungebundenen Geistes (Hiob, Jesus im Tempel, aber auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf). Zur Freiheit des Menschen ist die Neuorientierung aber auch die Bewusstheit unabdingbar (Kant: Die „Aufklärung“ ist die Befreiung des Menschen von der selbstverschuldeten Unmündigkeit).

Im sechsten Lied (Gebet) wird der Neugeborene versucht, sich der Erinnerung preiszugeben und alte Bahnen einzuschlagen, aber letztendlich von einer imperativen Stimme ermahnt: „Mensch, beginn dein Werk und tu was Gott dir bestimmt hat“. Diese Stimme ist die Antwort auf das Gebet „Vater unser“, das zeitgleich mit dem neuen Text des Liedes gesungen wird. Nach den Worten „Führe uns nicht in Versuchung“ erklingt im neuen Text die Stimme (Gottes oder der Seele), die dem Menschen befielt: „Gehe hin und werde“ (Silesius).

Der Weg zum „Sein“ erweist sich im siebten Lied als ungemein mühselig, aber der Wille wird siegen (hier wurde das Lied „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ von Michael Franck eingearbeitet).

Im achten Lied (Wieder daheim) findet er einen Weg zurück ins Paradies (vom Westen über das traditionell sich dort befindliche Totenreich, Jesus Auferstehung?), wird aber nunmehr nicht mehr vom „Unbewussten“ (laut C. G. Jung) geführt (Parzival, der „Gralsmythos“ ist noch immer lebendig, da die „Angelegenheit“ noch unvollendet ist, siehe die äußerst erfolgreichen Filme, die „Trivialliteratur“, aber auch die unzähligen mystischen Computerspiele!), sondern erkennt nun klar und bewusst den ursprünglich „dunklen Drang“ (Faust, erster Teil) als Lebensquell der Seele. Manchmal fällt er noch in alte Denkweisen, doch er folgt der Seele. So wird das Schicksal zwar erfüllt (Sternenbilder), jedoch jetzt aber durch den nunmehr bewussten Willen des Menschen, der sich als Prisma Gottes (der Sonne) empfindet und Gott daher ungetrübt, wenn vielleicht auch zergliedert weitergibt und auch so erkennt. Das ist der Menschen Aufgabe seit Anbeginn, daher der „Menschheit Sehnen“.

Zuletzt findet der Mensch im neunten Lied (Frühlingstanz) wieder zu einem glücklichen, liebevollen aber auch sinnlichen Leben, das aber nunmehr durch die klare Erkenntnis der Aufgabe, die die Seele stellte, erfüllt sein wird. So wird der Überlebende frei, aber es könnte sein, dass eine solche Entwicklung auch dem Verstorbenen die Möglichkeit gibt, keine „Schuld“ an der Trauer der Hinterbliebenen mehr zu „empfinden“ um endlich „ins Licht“ gehen zu können. Der größte Liebesdienst, den der Mensch einem anderen Menschen schenken kann, ist, sich selbst weiter zu entwickeln (sinngemäß nach Bruno Bettelheim).

Welchen Chor wir suchen:
Grundsätzlich suchen wir immer Interpreten für unsere Chorstücke. Wenn Sie an irgendeinem der Stücke (auch Weihnachtsmesse oder einzelne Chorstücke) ernsthaftes Interesse und auch die Möglichkeit der adäquaten Aufführung haben, senden wir Ihnen gerne die erforderlichen Noten zu.

Für die Liedkantate „Der Doppelgänger“ wäre wie oben angeführt ein Doppelchor (2 mal SATB) oder aufgeteilter vierstimmiger Chor, eine Flöte, eine Violine und Klavier erforderlich und die Anforderungen an die Chorleitung und die Sänger sind eher als hoch einzustufen. Tonumfang: Vom großen D bis zum zweigestrichenen A (bei Bedarf könnten wir Notenbeispiele zusenden, eventuell auch per E-Mail, Programm „Capella“).

Für den Text der Kantate gibt es bereits einen Rechteinhaber (jbl-literaturverlag), die gesamte Partitur wurde noch nicht verlegt und eine Übernahme der Rechte für die Texte ist für eine eventuelle Inverlagsnahme leicht möglich.

Wir würden uns wünschen, dass der uraufführende Chor über Möglichkeiten zur Aufnahme eines Tonträgers in sehr guter oder professioneller Qualität verfügt, natürlich wäre eine professionelle CD-Aufnahme eines Labels mit Vertrieb gewünscht und bevorzugt. Jedenfalls sollte zumindest als „Entgelt“ für die Uraufführungsrechte eine Tonträgeraufnahme (CD) in oben angeführter Qualität erfolgen.

Weitere Angaben zur Liedkantate (Texte) finden Sie auf der Internetseite www.wolfgangwallnerf.com (Adobe-Reader erforderlich, der auf dieser Seite kostenlos zu „downloaden“ wäre) unter dem Link: „Der Doppelgänger“(Kantate). Schriftliche Informationen zu anderen Chorstücken sind auf dieser Internetseite ebenso zu finden.

Für telefonische Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Komponistin, Frau Dorrit Maria Hanke unter der Telefonnummer:
(aus Österreich) 02732 74899
(aus dem Ausland) ++43 2732 74899
Per Mail könnten Sie uns unter folgender E-Mail-Adresse erreichen: mailto:kontakt@wolfgangwallnerf.com
Weitere Informationen zur Komponistin könnten Sie der Internetseite http://goldbergvariationen.wolfgangwallnerf.com entnehmen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über Ihr ernst gemeintes Interesse und auf Ihre Antwort freuen.

Wolfgang Wallner-F.
Wien, am 4. Oktober 2005


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